Das menschliche Ohr

Im menschlichen Ohr sind das Gleichgewichtsorgan und das Gehörorgan vereint: Der medizinische Fachbegriff heißt Organum vestibulocochleare. Das Ohr hat daher zwei Grundfunktionen: Es verarbeitet Schallwellen und ermöglicht mit dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr das Gleichgewicht.

Außenohr

Das Außenohr umfasst die von außen sichtbaren Teile des Ohres:

  • Die Ohrmuschel besteht v.a. aus einem von Haut bedeckten Knorpelskelett.
  • Der äußere Gehörgang verläuft von der Ohrmuschel bis zum Trommelfell.

Über das Außenohr gelangt der Schall (Töne, Geräusche) zum Trommelfell (lat. Membrana tympani). Die Ohrmuschel (lat. Auricula auris) hilft durch ihre Form beim Richtungshören.

Mittelohr

Zum Mittelohr gehören anatomisch folgende Bestandteile:

  • Das Trommelfell – es verwandelt den Schall aus der Luft in mechanische Bewegungen:
  • Die Gehörknöchelchen (lat. Ossicula auditūs = Knöchelchen des Gehörs) übersetzen den Schall in Bewegungen und 
  • Ohrtrompete (Tuba auditiva)

Das Trommelfell verwandelt den in Luft geleiteten Schall in eine mechanische Bewegung der Gehörknöchelchen. Der letzte dieser Gehörknöchelchen heißt Steigbügel. Der Steigbügel versetzt die Flüssigkeit des Innenohrs in Schwingungen.

Innenohr

Das Innenohr mit Hörorgan und Gleichgewichtsorgan liegt im Felsenbein. Das Innenohr ist ein wichtiges Organ, das uns hilft, zu hören und das Gleichgewicht zu halten. Zum Hörorgan zählen:

  • Die Hörschnecke. Sie wandelt Schallwellen in Nervensignale um. Die Hörschnecke, auch Gehörschnecke oder Cochlea (lateinisch cochlea = Schnecke), ist die Oberfläche (das Rezeptorfeld) für die Hörwahrnehmung.
  • Die Bogengänge (Ductus semicirculares) sind drei miteinander verbundene Gänge im Gleichgewichtsorgan. Sie ermöglichen es, Lageveränderungen wie  Drehbewegungen wahrzunehmen und gegebenenfalls auszugleichen, also das Gleichgewicht zu halten.